Neubaugebiet Schodenbrunnen

19.12.2011

Weihnachstgrüße des Stadtbürgermeisters

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

nun stehen Weihnachten und das Neue Jahr wieder vor der Tür. Unsere Kinder haben ihre Wunschzettel geschrieben und warten schon auf das Christkind. Meine Güte, wo ist die Zeit hingegangen? Vielen von Ihnen wird es ähnlich gehen und Sie empfinden vielleicht auch, dass gerade dieses Jahr wieder so schnell vergangen ist.

Ich hoffe, Sie, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger fanden in den eher besinnlichen Tagen der Adventszeit ein wenig Muße, auf ein gutes Jahr 2011 zurück zu blicken. So Ihnen das nicht gegeben war, möchte ich Ihnen Mut machen, das neue Jahr trotz allem mit guten Gedanken, nach vorn schauend, zu beginnen.

In unserem Städtchen haben wir in diesem Jahr einiges gemeinsam bewegen können, über das wir uns alle mit Recht freuen dürfen. Unsere sanierte Kyllbrücke haben wir eingeweiht, im Neubaugebiet wird fleißig gebaut, unsere Vereine fanden im ehemaligen Kindergarten eine neue Heimat, die wohlwollende Begleitung der Kreisverwaltung ist uns zugesagt. An der unteren Einfahrt der Neugasse wurde die Parkfläche fertiggestellt. An der oberen Einfahrt zur Neugasse konnte die Stadt ein altes, nicht mehr bewohntes Haus mit kleinem Vorgärtchen erwerben, weil es uns freundlicherweise geschenkt worden ist. Das in diesen Tagen eingetroffene, neue Luft- und Klima-Gutachten bestätigt das Prädikat Kyllburgs als „Luftkurort“. Die intensive und schwierige Arbeit der Stadt zum Erhalt und zur Modernisierung des Bahnhofs in Kyllburg hat sich ausgezahlt. Der Stadtbürgermeister wird in Kürze den Planungsvertrag mit der Deutschen Bahn und dem Land Rheinland-Pfalz unterzeichnen können. Eine ganze Anzahl von Bürgerinnen und Bürgern haben private Sanierungs-maßnahmen mit Fördermitteln des Landes und der Stadt realisiert und tragen damit entscheidend zur Gestaltung unseres Ortsbildes bei.

Stadtrat und Bürgermeister, Sie vielleicht auch, hätten sich möglicherweise noch mehr gewünscht, doch scheitern weitere Projekte leider an der ungünstigen finanziellen Lage unserer Stadt, die auch durch die drückende Schuldenlast gekennzeichnet ist.
Wenn dennoch mehr getan wurde als erwartet werden durfte, dann geschah das auch entscheidend mit und durch Ihre private, persönliche Initiative.
Mancher mag es als Zeichen der Hilflosigkeit werten, so mag es denn so sein, aber ich freue mich auch ganz besonders über diejenigen unter Ihnen, die im vergangenen Jahr mit zugepackt haben. Neue Patinnen für Grünanlagen und Beete haben sich gemeldet und helfen schon fleißig bei der Pflege der Anlagen mit. Ein Mitbürger kümmert sich liebevoll um die Wege im Hahn, hält sie frei und sauber. Viele von Ihnen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, arbeiten tatkräftig in unseren Vereinen mit und sichern damit die sportliche, kulturelle und heimatpflegerische Zukunft unserer Stadt. Das ist schön und richtig gut so, ein aufrichtiges Dankeschön Ihnen allen dafür.

Bei aller positiven Grundhaltung zum Neuen Jahr stimmen mich aber die politischen Zeichen der anstehenden Kommunal- und Verwaltungsreform existenziell besorgt. Sollte die Absicht des Verbandsbürgermeisters und der Mehrheit des Verbandsgemeinderates tatsächlich umgesetzt werden, dann wird es in der Zukunft keine Verbandsgemeinde Kyllburg mehr geben. Die Folgen für unsere Stadt, die allein der Verlust des Verwaltungssitzes mit sich bringen würde, sind unabsehbar, können noch gar nicht abgeschätzt werden. Ich befürchte aber weitere äußerst schlimme Auswirkungen für unser Städtchen, die wir wohl kaum kompensieren werden könnten. Deshalb auch zum Jahreswechsel meine Bitte – und ich werde nicht müde, Sie alle immer wieder darum zu bitten – kämpfen Sie mit mir, mit dem Stadtrat und mit der Mehrzahl der Kyllburger Mitglieder des Verbandsgemeinderates auch und besonders für den Erhalt der Verbandsgemeinde Kyllburg.

Arbeiten Sie mit uns zusammen und helfen Sie mit, in allen Bereichen des öffentlichen Lebens – wo auch immer - Bestrebungen entgegen zu wirken, die eine Abwertung und Ausdünnung unserer Stadt zur Folge haben würden.

„Alle helfen mit und halten zusammen!“ – So mein Neujahrswunsch!
Mehr denn je zuvor geht es um unsere Stadt und auch um Sie ganz persönlich.

Zum bevorstehenden Weihnachtsfest und zum Jahreswechsel ist es mir aber bei aller Arbeit und allem Kampf, die vor uns liegen, und gerade deshalb, ein besonderes Anliegen, allen Menschen zu danken, die ihre Kraft, ihren Mut und ihre Entschlossenheit im alten Jahr mit eingebracht haben, unser Städtchen zu unser aller Wohl zu gestalten. Ich glaube ganz fest, gemeinsam werden wir es schaffen unsere Heimatstadt lebenswert und liebenswert zu erhalten und voran zu bringen.

Ihnen allen wünsche ich von Herzen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest im Kreise Ihrer Familien. Das Jahr 2012 möge Ihnen allen Glück und Zufriedenheit, vor allem aber Gesundheit schenken. Gott schütze Sie und unsere kleine Stadt!

Herzlichst

Ihr

Wolfgang Krämer

Stadtbürgermeister

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