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Die Kunstdenkmäler des Kreises Bitburg
Ernst Wackenroder
12. Band — Ausgabe von 1927
Bemerkenswerte ALTE HÄUSER
In der Stiftsstraße:
- Haus Nr. 20 mit spätgotischem Türsturz;
- sowie die Häuser Nr. 59 und Nr. 68
- Haus Nr. 67, genannt Kustoshaus = Wächterhaus, ausgezeichnet durch Treppengiebel und Fachwerk, im Schlußstein der Haustür die Figur eines Wächters
- Haus Nr. 39 mit einem reichen Oberlichttürsturz, sonst neu
- Haus Nr. 42 zum großen Teil noch alt, auf der ganz erhaltenen südlichen Seite eine spätgotische Podesttreppe mit der Zahl 1548, seitlich ein spitzbogiges Fenster mit blindem Dreipaß
Auf dem Wege nach Wilsecker:
- Haus Nr. 140 mit reicher Supraporte in Verbindung mit dem Fenster des Oberstocks; das verwilderte Blattornament in den Formen d. 18. Jh.
- Haus Nr. 137/138 zeigt eine reiche Sandsteinfassade d. 18. Jh. Die breite Tür mit Pilastern und Nischenbekrönung (Fig. 108)
- Am Nebengebäude Nr. 137 eine reiche, aber ganz überputzte Haustür d. 18. Jh. Nach gütiger Mitteilung von Prof. Dr. Reiners (Freiburg, Schweiz) sind solche reichen Türstürze bis ins 19. Jh. hinein im Luxemburger und Lothringer Land sehr beliebt. Unter diesen Häusern sind Kanonikatshäuser zu suchen.
Dazu kommt das ehemalige kurfürstliche Rentamt (Haus Nr. 97), ein stattlicher Barockbau d. 18. Jh., von rechteckigem Grundriß mit gebrochenem Dach, sieben Achsen Front, und vorgelegter Treppe für das Hauptportal mit seinem halboffenen Giebel. Im Innern handwerkliche Stuckarbeiten.
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